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Ich habe mir hie mal die Mühe gemacht verschiedene unklare Begriffe aus den Wetterdaten zu erklären. Mir selber sind die Hintergründe der Begriffe anfangs nicht plausibel gewesen. Aber es gibt auch im Bereich "WETTER" Begriffe, die man sehr schön im Lexikon nachschlagen kann. Bestimmt sind hier einige Fragen von Ihnen hiermit nachhaltig geklärt.

Themen:  Windstärke in BftWindchillTaupunktPMV-pers. Wohlbefinden; Tropennächte ; Glättewarnungen

 


Die Beaufort-Skala

   

Windstärke in Bft. Bezeichnung Windgesch. in m/s Windgesch. in km/h Auswirkung

0

still

0 - 0,2

1

keine

1

leichter Windzug

0,3 - 1,5

1 - 5

Ablenkung von Rauch

2

leichte Brise

1,6 - 3,3

6 - 11

Wehen von Blättern

3

schwache Brise

3,4 - 5,4

12 - 19

Bewegung von Zweigen

4

mäßige Brise

5,5 - 7,9

20 - 28

Bewegung von Ästen

5

frische Brise

8,0 - 10,7

29 - 38

Bewegung kleiner Bäume

6

starker Wind

10,8 - 13,8

39 - 49

Bewegung starker Äste

7

steifer Wind

13,9 - 17,1

50 - 61

Bewegung von Bäumen

8

stürmischer Wind

17,2 - 20,7

62 - 74

Erschwernis beim Gehen

9

Sturm

20,8 - 24,4

75 - 88

Hausschäden

10

schwerer Sturm

24,5 - 28,4

89 - 102

Entwurzelung von Bäumen

11

Orkanartiger Sturm

28,5 - 32,6

103 - 117

Verbreitung von Sturmschäden

12

Orkan

>32,7

>118

Verwüstungen

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Windchill - gefühlte Temperatur


Der Mensch empfindet die Temperatur häufig anders, als sie tatsächlich ist. Ursache ist die Beeinflußung des menschlichen Temperaturempfindens durch andere meteorologische Größen, insbesondere durch den Wind. Besonders im Winter wird bei stärkerem Wind die Temperatur deutlich niedriger empfunden als sie tatsächlich ist. Diese Temperatur wird meist als "gefühlte Temperatur" oder "Windchill-Temperatur" angegeben.

Windgeschwindigkeit
(km/h)
Temperatur in Grad Celsius
10 5 0 -5 -10 -15 -20 -25 -30 -35
10 8 2 -3 -9 -14 -20 -25 -31 -37 -42
20 3 -3 -10 -16 -22 -29 -35 -42 -48 -55
30 1 -6 -13 -20 -27 -34 -41 -48 -55 -62
40 -1 -8 -16 -23 -31 -38 -45 -53 -60 -68
50 -2 -10 -18 -25 -33 -41 -48 -56 -64 -71
60 -3 -11 -19 -27 -35 -42 -50 -58 -66 -74
70 -4 -12 -20 -28 -35 -43 -51 -59 -67 -75
80 -4 -12 -20 -28 -36 -44 -52 -60 -68 -76
Höhere Geschwindigkeiten haben nur noch geringen Effekt Keine oder nur geringe Gefahr. Freiliegende Haut beginnt bei den meisten Menschen in Abhängigkeit vom Aktivitätsgrad und von der Sonnenenergie zu erfrieren. Bedingungen für Aussenaktivitäten sind gefährlich. Ungeschützte Haut erfriert bei durchschnittlichen Personen in weniger als einer Minute. Ungeschütztes Fleisch erfriert im Durchschnitt in rund 30 sec.

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Taupunkt

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der der Wasserdampfgehalt der Luft gleich dem maximal Möglichen ist. Die Taupunkttemperatur ist also gleich der Lufttemperatur bei einer relativen Luftfeuchte von 100 Prozent.

Der Taupunkt ist somit, ähnlich wie die relative oder die absolute Feuchte, auch eine Maßzahl für den aktuellen Feuchtegehalt eines Luftpaketes bei einer gegebenen Temperatur. So liegt er zum Beipsiel bei einer warmen, verhältnismäß trockenen Wüstenluft deutlich unter der herrschenden Lufttemperatur, weil man die Wüstenluft gehörig abkühlen müsste, bis sie so kühl ist, dass der in ihr enthaltene Wasserdampf eine Wasserdampfsättigung verursachen würde.

Diese Differenz zwischen Temperatur und Taupunkt bezeichnet man auch als Taupunktsdifferenz oder als "spread". Ein großer Spread ist ein Indikator für eine recht trockene Luft und umgekehrt ein kleiner ein Indikator für eine feuchte Luftmasse. In Radiosondenauftiegen wird häufig statt der relativen Feuchte der spread als Messgröße angegeben.

In der Meteorologie spielt der Taupunkt als Messgröße eine sehr wichtige Rolle. So dient die Kenntnis der räumliche Verteilung der Taupunktstemperaturen beispielsweise der Identifikation von Luftmassen. Im Winter ist eine Kennnis der Taupunkte in bodennahen Luftschichten für die Prognose der Schneefallgrenze von Bedeutung.


Im Sommer liegen die Taupunkte häufig bei über 20 Grad Celsius. Solch hohe Taupunkte in tiefen Luftschichten sind ein guter Nährboden für Gewitterentwicklungen.
Foto © ollys-wetterstation.de

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Hier eine weitere Erklärung zum Taupunkt von Jörg Kachelmann via YouTube:

Quelle: YouTube / www.kachelmannwetter.de

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Gefühlte Temperatur und thermische Beanspruchung

 

Hier wird ein ganz schwierig zu verstehender Wert ausgegeben. Obwohl, wenn man sich ein Beispiel verdeutlicht, versteht man auch die anfangs fragwürdigen Werte der Wetterstation.

Also stellen wir uns einmal vor, wir steigen in eine Badewanne und lassen Wasser mit einer Temp. von ca. 42°C ein. Solange wir warten bis die Wanne voll ist, und wir uns nicht bewegen ( ganz wichtig !!), wird unser Körper die Temperaturdifferenz als angenehm empfinden ( eigene Körpertemp. ca. 37°C / also nur 5°C Differenz). Sobald wir uns jetzt in der Badewanne bewegen, wird unser Körper zig-1000 Nadelstiche spüren und dies als sehr unangenehm und zu heiß empfinden! Warum? Weil durch die Bewegung nimmt unsere Körperoberfläche das komplette Wärmevolumen des Wassers so gut wie auf einmal auf, Ein Stressfaktor für Haut und Blutkreislauf entsteht. 

Ich habe es selber schon erlebt:

Man geht bei Frühlingshaften Temp. aus dem Haus. Das Thermometer zeigt dolle 12°C an, der Wind ist leicht - mäßig. Luftfeuchtigkeit liegt bei 60% und es brüllt die Sonne. Aber wegen dem Windchill kommt die gefühlte Temp. auf  -3°C, was wir natürlich nicht abgelesen haben oder gar nicht darauf Achten bzw. es schon mal gar nicht wissen! Es wird nicht lange dauern, und man wird das Wetter trotz allem als sehr unangenehm und kühl empfinden....

Ein weiteres Beispiel ( im Winter 2012/2013 ) selber erst gelernt:

Temp. liegt bei -5°C, es ist bedeckter Himmel, die Luftfeuchtigkeit sinkt auf ca. 85% und der Wind ist mäßig. Es hat die Nacht über geschneit, und man muss raus zu Schippen..... Mit unserer ausgewählten Klamotte geht es ja so ein halbe Std. lang... Nun liegt die gefühlte Temp. bei -9°C, und sollten wir in einer Std. mit unserer Arbeit fertig sein, dann kommen wir leicht durchgefroren in die warme Stube!

 

Gefühlte Temperatur
in Grad Celsius
Thermisches Empfinden Thermophysiologische Beanspruchung

unter −39

sehr kalt

extremer Kältestress

−39 bis −26

kalt

starker Kältestress

−26 bis −13

kühl

mäßiger Kältestress

−13 bis 0

leicht kühl

schwacher Kältestress

0 bis 20

behaglich

Wohlbefinden möglich

20 bis 26

leicht warm

schwache Wärmebelastung

26 bis 32

warm

mäßige Wärmebelastung

32 bis 38

heiß

starke Wärmebelastung

über 38

sehr heiß

extreme Wärmebelastung

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Tropennächte

In der sommerlich heißen Periode der vergangenen Wochen haben in großen Teilen Deutschlands die hohen Temperaturen den Schlaf gestört.
Dabei unterschritten vielerorts die Temperaturen die 20°C-Marke nicht. In diesem Fall spricht man bekanntermaßen von einer
Tropennacht. Infolge dieser Hitzewelle haben uns zahlreiche Anfragen zur genauen Definition der Tropennacht erreicht, sodass wir dieses
Thema gerne im heutigen Thema des Tages aufgreifen möchten.

Eine Tropennacht liegt vor, wenn die Nachttemperatur im Zeitraum von 18 Uhr am Vortag bis 6 Uhr (UTC) die 20°C nicht unterschreitet. Dies
ist also, aufgrund der Zeitumstellung, während der Sommerzeit zwischen 20 Uhr und 8 Uhr und zur Winterzeit zwischen 19 Uhr und
7 Uhr.  Es wird die koordinierte Weltzeit (UTC) verwendet, da sich alle Messtermine an Wetterstationen nach Standard der Weltorganisation für
Meteorologie (WMO) an jener orientieren und die Haupttermine für Messungen 0 Uhr, 6 Uhr, 12 Uhr und 18 Uhr nach UTC sind.

Für die Ermittlung der Tiefsttemperatur werden alle Messungen gewertet, die in der Regel im 10-Minuten-Takt aufgenommen werden.
Fällt die Temperatur nur für eine Messung innerhalb der engen Zeitfenster unter 20°C, so kann man schon nicht mehr von einer
Tropennacht sprechen. Da die Kriterien so streng sind, kommt es nur selten zu solchen Ereignissen.

Auch wenn es zurzeit eher kühl in Deutschland geworden ist, muss dies noch nicht das Ende der diesjährigen sommerlichen Hitze gewesen sein.
Der meteorologische Sommer geht ja bis Ende August und selbst im September sind heiße Tage und schweißtreibende Nächte der Erfahrung nach nicht auszuschließen.

Übrigens: Zur Berechnung der Tagesmitteltemperaturen werden keine
10-Minuten-Werte herangezogen, sondern nur die Messungen zur vollen
Stunde, jeweils von 0 Uhr bis 24 Uhr.

© DWD 2013


Glättewarnungen

ein allgemeiner Beitrag vom deutschen Wetterdienst wie es zu Glättewarnungen kommt und
wann diese ausgerufen werden!



© DWD


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